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Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz und die Verantwortung von Führungskräften
Die Einführung generativer KI verändert Arbeitsprozesse in vielen Unternehmen. Doch für Beschäftigte ist der Wandel oft mit Unsicherheit verbunden.
Während die Technologie Effizienz und Innovation verspricht, empfinden viele Beschäftigte die Entwicklung als Bedrohung. Eine Studie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) hat untersucht, woran das liegt und wie Führungskräfte die Ängste ihrer Teams mindern können.
Ob KI als Chance oder Risiko wahrgenommen wird, hängt maßgeblich davon ab, ob grundlegende psychologische Bedürfnisse der Mitarbeitenden erfüllt werden. Dazu zählen das Gefühl von Kompetenz, Autonomie und sozialer Verbundenheit. Werden diese Bedürfnisse ignoriert und KI ohne Mitsprache oder Schulungen eingeführt, kann das bei Beschäftigten zu einem Kontrollverlust und sozialer Entfremdung führen.
Als Lösung schlagen die Forschenden fünf Schritte vor: die Anerkennung der psychologischen Bedürfnisse der Teams, das Beobachten von Bewältigungsstrategien, die Anpassung von Schulungen und Unterstützungssystemen, die Neugestaltung von Rollen, damit Mensch und KI sich ergänzen, sowie die Stärkung der Mitarbeitenden durch Transparenz und Beteiligung.
Die Studie unterstreicht: Der Erfolg von KI hängt weniger von der Technologie selbst ab, als vielmehr davon, wie gut es gelingt, die menschlichen Bedürfnisse im Wandel zu berücksichtigen. Führungskräfte, die dies verstehen, schaffen nicht nur eine positive Arbeitskultur, sondern auch die Grundlage für eine erfolgreiche digitale Transformation.
