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17.03.2026

Leichter Rückgang bei krankheitsbedingten Fehlzeiten

Die Fehlzeiten sind 2025 leicht gesunken, liegen aber weiterhin auf hohem Niveau. 

Vor allem psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Probleme führen zu langen Ausfallzeiten, während die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kurzfristige Krankschreibungen vollständiger erfasst. Das ist ein Ergebnis des AOK-Fehlzeitenreports.

Im Jahr 2025 lag der krankheitsbedingte Ausfall bei 23,3 Tagen - ein leichter Rückgang gegenüber 23,9 Tagen im Vorjahr und dem historischen Höchststand von 24,5 Tagen im Jahr 2022. Laut Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ist das hohe Niveau der Fehlzeiten seit 2022 vor allem auf die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zurückzuführen. Seitdem werden kurzzeitige Erkrankungen systematischer gemeldet, was zu einem statistischen Anstieg der erfassten Krankheitstage geführt hat. Eine Modellrechnung des WIdO zeigt, dass ohne diesen Effekt die Fehlzeiten 2025 bei etwa 20,8 Tagen lägen, also mehr als 10 Prozent niedriger.

Trotz des Rückgangs bei den Gesamtfehlzeiten bleibt die Belastung durch Langzeiterkrankungen hoch. Obwohl diese nur 3,3 Prozent aller AU-Fälle ausmachen, verursachen sie über 40 Prozent der gesamten Fehltage. Besonders psychische Erkrankungen führen mit durchschnittlich 28,5 Tagen pro Fall zu den längsten Ausfallzeiten und haben zwischen 2016 und 2025 stark zugenommen. Auch Muskel-Skelett-Erkrankungen bleiben ein zentraler Faktor für lange Fehlzeiten.

Versicherte und Arbeitgeber können aktiv an einer Verringerung der Fehlzeiten arbeiten: Präventive Maßnahmen wie betriebliche Gesundheitsförderung, eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur und frühzeitige Interventionen bei psychischen Belastungen wären schon gute Ansätze. 

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