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07.04.2026

Zahl der Schwerverletzten bei E-Scooter-Unfälle gestiegen

Die Zahl der schweren Unfälle mit E-Scootern ist 2025 deutlich gestiegen, besonders durch Alleinunfälle und Alkoholeinfluss. 

Ab 2027 sollen neue Vorschriften greifen, doch Unfallforscher sehen weiteren Handlungsbedarf – von größeren Rädern über feste Abstellzonen bis hin zu einer Führerscheinpflicht.

Besonders auffällig ist die hohe Anzahl an Alleinunfällen, bei denen Fahrer gegen Hindernisse prallten, wegrutschten oder stürzten. Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn-Steiger-Stiftung führt dies vor allem auf die kleinen Räder der meisten E-Scooter zurück: Je kleiner der Raddurchmesser, desto instabiler das Fahrzeug. Aktuell sind viele Modelle mit nur acht Zoll großen Rädern unterwegs, obwohl mindestens zehn Zoll für mehr Stabilität sorgen würden.

Die Diskussion um eine Helmpflicht bleibt umstritten. Zwar gibt es viele Kopfverletzungen, doch die meisten sind leicht oder betreffen Bereiche, die ein Fahrradhelm nicht abdeckt. Eine Pflicht ließe sich daher aktuell nicht begründen. Dennoch raten Experten dringend zum Tragen eines Helms.

E-Scooter sind nicht nur ein praktisches, sondern auch ein riskantes Verkehrsmittel. Private Unfallversicherungen können hier sinnvoll sein, um im Falle eines Sturzes oder Unfalls finanzielle Folgen abzufedern. Zudem lohnt es sich, bei der Nutzung von Leih-E-Scootern auf technische Mängel zu achten und im Zweifel auf die Fahrt zu verzichten.