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09.10.2026

Singapur als Vorbild für gesundes Altern

Das Centre for Healthy Longevity der National University of Singapore untersucht, wie sich biologische Alterungsprozesse messen und gesundheitliche Risiken früh erkennen lassen. 

Dafür werden unter anderem epigenetische Marker, Proteine, Stoffwechsel- und Entzündungswerte sowie körperliche und funktionelle Messgrößen untersucht. Ein Test, der ein niedrigeres biologisches Alter anzeigt, belegt für sich genommen jedoch nicht, dass ein Mensch tatsächlich langsamer altert. Entscheidend sei, ob ein Biomarker wissenschaftlich validiert ist und sich damit die Wirkung einer Maßnahme verlässlich beurteilen lässt.

Im Mittelpunkt stehen zunächst bekannte Faktoren wie Bewegung, der Erhalt von Muskelkraft, Ernährung und die Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Stoffwechselstörungen. Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel könnten künftig eine Rolle spielen, müssten aber beim Menschen auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft sein. Für viele Longevity-Ansätze fehlen bislang belastbare Langzeitdaten.

Singapur steht angesichts einer alternden Bevölkerung vor wachsenden Anforderungen an das Gesundheitssystem. Individuelle Gesundheitspläne und Prävention soll älteren Menschen ein aktives und möglichst selbstständiges Leben ermöglichen. Eine mögliche Lehre für Deutschland liegt laut den Fachleuten darin, Forschungserkenntnisse stärker mit Versorgung und gezielter Prävention zu verbinden.

Wenn wir länger leben, müssen wir auch für einen längeren Zeitraum Vorsorge treffen. Wir beraten Sie dazu gerne.