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Zukunftssorgen bremsen Familienplanung
Trotz sinkender Geburtenraten wünschen sich viele junge Menschen Kinder – doch Sorgen und fehlende Rahmenbedingungen verhindern die Umsetzung.
Die Geburtenrate in Deutschland ist von 1,58 Kindern pro Frau im Jahr 2021 auf 1,35 im Jahr 2024 gesunken. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), dass der Kinderwunsch bei Frauen bei durchschnittlich 1,7 und bei Männern bei 1,6 Kindern liegt – deutlich über der tatsächlichen Geburtenrate. Die Lücke zwischen Wunsch und Realität, der sogenannte „Fertility Gap“, wächst.
Als Gründe nennen die Forschenden Zukunftssorgen, etwa vor Kriegen, Klimawandel oder wirtschaftlicher Instabilität. Auch regionale Faktoren wie bezahlbarer Wohnraum, Kita-Angebote und wirtschaftliche Perspektiven spielen eine zentrale Rolle. Nur etwa jede vierte Person ist mit dem Wohnungsangebot in ihrer Region zufrieden. Kinderlose, die mit Wohnen und Arbeitssituation zufrieden sind, planen häufiger, innerhalb der nächsten drei Jahre ein Kind zu bekommen.
Private Vorsorge, etwa durch Risikolebensversicherungen oder betriebliche Altersvorsorge, kann helfen, die finanzielle Sicherheit für Familien zu stärken – besonders in unsicheren Zeiten.
