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Sachgrundlose Befristungen: 18,5 Prozent aller Neueinstellungen betroffen
Im Jahr 2025 waren fast ein Fünftel aller sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen sachgrundlos befristet. Besonders betroffen sind Branchen wie Gesundheitswesen, Einzelhandel und Gastgewerbe.
Laut Bundesregierung gab es 2025 rund 790.000 sachgrundlos befristete Neueinstellungen. Insgesamt lag der Anteil sachgrundloser Befristungen bei drei Prozent der Gesamtbeschäftigung. Die fünf Branchen mit den meisten sachgrundlosen Befristungen sind unternehmensnahe Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Einzelhandel, Gastgewerbe sowie Verkehr und Lagerei. Empirische Analysen deuten darauf hin, dass sachgrundlose Befristungen sowohl als erweiterte Erprobungsmöglichkeit als auch als Brücke in unbefristete Beschäftigung genutzt werden.
Sachgrundlose Befristungen bringen für Arbeitnehmer vor allem Unsicherheit bei der Lebensplanung mit sich, da sie keine langfristige Perspektive bieten. Zudem führen sie oft zu schlechterer sozialer Absicherung, geringeren Karrierechancen und finanziellen Nachteilen, da Befristete seltener Zugang zu betrieblichen Leistungen haben und im Schnitt weniger verdienen. Aus Verbrauchersicht ist es daher wichtig, bei befristeten Verträgen auf private Absicherungen wie Arbeitslosen- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen zu achten, um mögliche Lücken in der sozialen Absicherung zu vermeiden. Wir beraten Sie dazu gerne.
