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Flexibilität und Transparenz bei Reform der Altersvorsorge beachten
Die private Altersvorsorge in Deutschland steht vor einer grundlegenden Reform. Ab 2027 sollen neue, kapitalmarktorientierte Produkte die Riester-Rente ablösen – mit mehr Chancen, aber auch höheren Anforderungen an Anleger.
Ab 2027 tritt in Deutschland eine Reform der privaten Altersvorsorge in Kraft: Neue, kapitalmarktbasierte Altersvorsorgedepots sollen das bisherige Riester-Modell ersetzen. Eine Studie der Universität Augsburg zeigt, dass diese Produkte zwar höhere Erträge ermöglichen, aber auch mit größeren Risiken, Kosten und Komplexität verbunden sind. Besonders entscheidend für die spätere Rente sind dabei die Höhe der Gebühren: Schon ein Anstieg der jährlichen Kosten von 0,5 auf 1,0 Prozent kann die durchschnittliche monatliche Rente nach Steuern um rund 18 Prozent reduzieren – von 724 auf 594 Euro. Bei sehr niedrigen Gebühren von 0,1 Prozent steigt die Rente dagegen auf 850 Euro.
Die Simulationen der Augsburger Forscher belegen zudem, dass Garantien und vorsichtige Anlagestrategien oft zu Lasten der Rendite gehen. So sinkt die durchschnittliche Rente um etwa 18 Prozent, wenn in der Auszahlungsphase nicht mehr in Aktien investiert wird, während das Risiko nur minimal reduziert wird. Auch eine Begrenzung des Aktienanteils kurz vor Ende der Sparphase mindert die Rente um rund zehn Prozent.
Die Studie unterstreicht, wie wichtig transparente Informationen über Gebühren, Risiken und Garantien für Verbraucher sind, um fundierte Vorsorgeentscheidungen treffen zu können. Besonders für Geringverdiener, die auf eine Ergänzung ihres Einkommens im Alter angewiesen sind, sei es entscheidend, Chancen, Risiken und Kosten klar zu erkennen. Die Forschungsergebnisse sind damit nicht nur für die Politik, sondern auch für Verbraucherberatung und Finanzwirtschaft relevant.
Für Versicherte bedeutet die Reform, dass sie sich künftig stärker mit den Details ihrer Altersvorsorge auseinandersetzen müssen. Die Wahl des richtigen Produkts – etwa mit Blick auf Gebührenstruktur und Nachhaltigkeitskriterien – kann langfristig den Unterschied zwischen einer ausreichenden und einer knappen Rente ausmachen. Wir beraten Sie dazu gerne.
