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14.08.2026

Hitze 2026: Landwirtschaft rechnet mit großen Ernteverlusten

Die anhaltende Hitze hat die deutsche Getreideernte 2026 stark beeinträchtigt. Die wirtschaftlichen Folgen für Landwirte sind gravierend, während die Verbraucherpreise vorerst stabil bleiben.

Nach Berechnungen des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) gingen seit Mitte Juni rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps durch die Hitze verloren. Die daraus resultierenden Einnahmeverluste belaufen sich auf über 600 Millionen Euro, was einem täglichen Schaden von etwa zehn Millionen Euro während der 60-tägigen Hitzeperiode entspricht. Die Getreideernte wird voraussichtlich bei 40,6 Millionen Tonnen liegen – mehr als zehn Prozent unter dem Vorjahreswert und unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Beim Raps wird mit einer Ernte von 3,7 Millionen Tonnen gerechnet, ebenfalls unter dem Vorjahresniveau.

Trotz der unterdurchschnittlichen Ernte besteht keine akute Versorgungsgefahr: Der jährliche Getreideverbrauch in Deutschland liegt bei rund 40 Millionen Tonnen und wird durch die diesjährige Ernte rechnerisch gedeckt. Der DRV erwartet daher keine steigenden Verbraucherpreise für Backwaren, da der Getreideanteil am Endpreis im niedrigen Cent-Bereich liegt. Preisentscheidend sind vielmehr Energie-, Lohn- und Bürokratiekosten.

Weltweit fallen die Getreideernten geringer aus als im Vorjahr. Angesichts des Ukraine-Kriegs und globaler Spannungen ist die Versorgungslage angespannt. Die Logistik wird in den kommenden Monaten zu einem entscheidenden Faktor: Niedrige Wasserstände auf Rhein und anderen Wasserstraßen beeinträchtigen die Binnenschifffahrt massiv. Schiffe können teilweise nur noch ein Drittel ihrer üblichen Ladung transportieren. Eine kurzfristige Verlagerung auf Straße oder Schiene ist kaum möglich, da Kapazitäten begrenzt sind.

Für Landwirte bedeutet dies nicht nur Ertragsverluste, sondern auch steigende Risiken. Wir beraten Sie gerne zur Absicherung existenzbedrohender Risiken.