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Gefahrenkarten in Echtzeit
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal arbeitet die Universität Siegen an einem digitalen Werkzeug, das Städte und Kommunen besser auf Extremwetterereignisse vorbereiten soll.
Mithilfe von KI sollen Gefahren künftig schneller und genauer erkannt werden – ein wichtiger Schritt für den Bevölkerungsschutz und die Stadtplanung. Das System bündelt dynamisch und in Echtzeit Informationen zu wasserbezogenen Naturgefahren, wertet sie aus und bereitet sie verständlich auf. Ziel ist es, Risiken bereits im Vorfeld sichtbar zu machen und so bessere Entscheidungen für den Bevölkerungsschutz und die Stadtplanung zu ermöglichen.
Für Versicherer sind solche Systeme von großer Bedeutung, da sie das Risikomanagement verbessern können. Aktuelle und präzise Gefahrenkarten ermöglichen es, Versicherungsprämien besser zu kalkulieren und Präventionsmaßnahmen gezielter zu steuern. Zudem können sie dazu beitragen, die Versicherungsdichte in Hochrisikogebieten zu erhöhen, indem sie Kommunen und Bürger für die Gefahren sensibilisieren. Langfristig könnte dies auch die Debatte um eine Elementarschaden-Pflichtversicherung beeinflussen, da präzise Risikodaten die Grundlage für faire und transparente Versicherungsmodelle bilden.
