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Rentenkommission legt Bericht vor
Die Expertenkommission zur Alterssicherung hat ihren Abschlussbericht vorgelegt.
Darin fordert sie mehr Kapitaldeckung in der Altersvorsorge. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) unterstützt dieses Ziel, warnt jedoch vor einer zu starken Konzentration der Vorsorge in staatlicher Verantwortung.
Der GDV teilt das Anliegen, durch mehr Kapitaldeckung am Kapitalmarkt Generationengerechtigkeit in der Altersvorsorge zu stärken. Kritisch bewertet der Verband jedoch die Tendenz, immer mehr Vorsorge in staatlichen Strukturen zu bündeln. Je stärker Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren bei derselben Institution liegen, desto größer werde der politische Einfluss auf Anlageentscheidungen und den Leistungsumfang. Die von der Kommission empfohlene gesetzliche Kapitalrente nach schwedischem Vorbild könne zwar das Gesamtversorgungsniveau und die erste Säule demografiefester gestalten. Sie sei aber kein Ersatz für eine konsequente Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Nur wenn alle drei Säulen ihren Beitrag leisten, entstünde langfristig eine robuste und generationengerechte Alterssicherung.
Aus Verbrauchersicht unterstreicht die Diskussion die Bedeutung einer diversifizierten Altersvorsorge. Versicherte sollten nicht nur auf staatliche Lösungen setzen, sondern auch betriebliche und private Vorsorgeformen nutzen, um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu stärken. Die aktuelle Debatte bietet die Chance, die zweite und dritte Säule nachhaltig zu stärken – eine Gelegenheit, die nicht ungenutzt bleiben sollte.
