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26.05.2026

Europas Versicherer fordern mehr Wettbewerbsfähigkeit und weniger Bürokratie

Die Versicherungsverbände der sechs größten europäischen Märkte appellieren vor dem E6-Finanzministertreffen für eine ambitioniertere Wettbewerbsagenda. Im Fokus stehen mehr Investitionsspielraum, weniger Bürokratie und eine pragmatischere Regulierung von KI und Digitalisierung.

Anlässlich des Treffens der Finanzminister der E6-Staaten am 28. Mai in Berlin haben die Verbände ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darauf weist der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Darin fordern sie, den regulatorischen Rahmen so zu gestalten, dass Investitionen, Innovationen und Wachstum in Europa gestärkt werden. Konkrete Maßnahmen umfassen den Abbau von Doppelregulierungen, die Reduzierung unverhältnismäßiger Berichtspflichten sowie die Vereinfachung des EU-Finanzmarktrechts. Zudem plädieren die Verbände für einen pragmatischeren Umgang mit der Regulierung von KI und Digitalisierung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa zu sichern.

Die sechs Versicherungsmärkte, die mehr als 70 Prozent des europäischen Marktes ausmachen und Kapitalanlagen von rund 6,9 Billionen Euro verwalten, betonen, dass die Versicherungswirtschaft einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen Resilienz und Transformation Europas leisten kann – sofern der regulatorische Rahmen dies ermöglicht. Für Verbraucher könnte eine solche Entwicklung langfristig zu stabileren und innovativeren Versicherungsprodukten führen, die besser auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind und durch effizientere Prozesse kostengünstiger angeboten werden können.