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Bewussterer Umgang mit Smartphones: Gesellschaft wünscht sich weniger Bildschirmzeit für alle Altersgruppen
Eine aktuelle Umfrage des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zeigt, dass nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene ihren Smartphone-Konsum kritisch hinterfragen sollten. Besonders in Familien wird ein bewussterer Umgang mit digitalen Medien gefordert, um die Vorbildfunktion der Eltern zu stärken.
Laut der Pilotstudie des BiB sind 83 Prozent der Befragten der Meinung, dass Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weniger Zeit am Smartphone verbringen sollten. Doch die Kritik am digitalen Dauergebrauch richtet sich auch an Erwachsene: 73 Prozent sprechen sich dafür aus, dass diese ihre Smartphone-Nutzung in der Freizeit stärker begrenzen. Besonders hoch ist diese Zustimmung bei Menschen mit Abitur (83 Prozent) sowie bei den über 50-Jährigen (81 Prozent). Die größte Einigkeit herrscht bei der Forderung, dass Eltern in Gegenwart ihrer Kinder weniger Zeit am Smartphone verbringen sollten – 93 Prozent der Befragten unterstützen diese Aussage, unabhängig von Bildungs- oder Altersgruppe.
Die Ergebnisse zeigen einen breiten gesellschaftlichen Konsens für weniger digitale Präsenz im Familienalltag. Die Studie betont die Vorbildrolle von Erwachsenen, da Familien als erster Bildungsort von Kindern gelten. Ein bewusster Medienumgang kann hier besonders glaubwürdig vermittelt werden, wenn Erwachsene ihn selbst vorleben.
Einige Krankenkassen bieten bereits Präventionsprogramme an, die auf einen gesunden Medienumgang abzielen. Diese können Familien dabei unterstützen, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen digitaler und analoger Zeit zu finden und so langfristig die psychische und physische Gesundheit zu fördern.
