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Altersvorsorgereform in der Diskussion
Bundestag und Bundesrat beraten über die Reform der Riester-Rente, die künftig mehr Flexibilität bei der Auszahlung bieten soll. Studien zeigen jedoch: Viele Verbraucher unterschätzen ihre Lebenserwartung – und riskieren so im Alter finanzielle Not.
Bundestag und Bundesrat beraten aktuell das Altersvorsorgereformgesetz, das Bürgern künftig die Wahl zwischen einer lebenslänglichen Rente und einem zeitbefristeten Entnahmeplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr ermöglichen soll. Bisher mussten Riester-Rentenversicherer eine lebenslange Rente garantieren.
Studien der Fachhochschule Dortmund zeigen jedoch: Fast jede/r Zweite unterschätzt die eigene Lebenserwartung – im Schnitt um 9,5 Jahre. Wer die Lebenserwartung unterschätzt, wählt deutlich häufiger die Zeitrente. Bei realistisch eingeschätzter Lebenserwartung lag die Wahl zwischen Zeit- und Leibrente etwa gleichauf.
Die Wissenschaftler warnen vor einem „Enttäuschungsrisiko“: Wer sich für die Zeitrente entscheidet und länger als 85 Jahre lebt, riskiert im Alter finanzielle Engpässe oder sogar Altersarmut. Die Autoren der Studie schlagen daher vor, das Mindestalter für Zeitrenten auf 95 Jahre anzuheben, um mehr Menschen bis zum Lebensende abzusichern. Zudem fordern sie eine bessere Beratung, um Wissenslücken über Demografie und Lebenserwartung zu schließen.
Wir beraten Sie gerne zum Thema der finanziellen Absicherung im Alter.
