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Das Rezessionsrisiko sinkt
Die kurzfristigen Wirtschaftsaussichten für Deutschland haben sich spürbar verbessert, das Rezessionsrisiko ist gesunken. Dennoch bleiben Unsicherheiten.
Die deutschen Konjunkturaussichten hellen sich auf: Der monatliche IMK-Konjunkturindikator der Hans-Böckler-Stiftung zeigt für den Zeitraum Februar bis April 2026 eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 20,3 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber 28,0 Prozent Anfang Januar. Trotz einer leicht gestiegenen statistischen Streuung, die auf Verunsicherung bei Wirtschaftsakteuren hindeutet, bleibt der Indikator in der Phase „gelb-grün“ und signalisiert moderates Wachstum.
Ausschlaggebend für die verbesserte Einschätzung sind vor allem positive Signale aus der Realwirtschaft, insbesondere der starke Anstieg der inländischen Industrieaufträge. Allerdings schlägt sich diese Entwicklung noch nicht in der Produktion des Produzierenden Gewerbes nieder, die im Dezember sogar rückläufig war. Zudem dämpfen stagnierende oder leicht negative Stimmungs- und Finanzmarktindikatoren die Aufhellung der Konjunkturperspektive.
