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Schließfach-Versicherung: Gold, Schmuck und Wertsachen sind oft unbewusst unterversichert
Nach dem spektakulären Schließfachraub in Gelsenkirchen stellt sich die Frage nach der Absicherung von Wertsachen in Bankschließfächern.
Die mit der Miete enthaltene Versicherung deckt allerdings oft nur einen Bruchteil des tatsächlichen Wertes ab. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Kunden bei Einbrüchen oder Diebstählen schnell auf hohen Kosten sitzen bleiben – selbst wenn die Bank eine Mitschuld trägt.
Die Mieten für Schließfächer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Laut Stiftung Warentest kosten kleine Fächer zwischen 35 und 119 Euro pro Jahr, größere können mehrere Hundert bis über 1.000 Euro kosten. Doch in diesen Preisen ist meist nur eine Grundversicherung enthalten – und die fällt oft überraschend niedrig aus: Je nach Bank oder Sparkasse liegt die Deckungssumme zwischen 0 und 50.000 Euro. In Gelsenkirchen beträgt sie beispielsweise nur 10.300 Euro, bei vielen Sparkassen sogar nur 5.000 Euro.
Wer höhere Werte einlagert, muss selbst für eine Zusatzversicherung sorgen. Viele Kunden wissen das nicht oder unterschätzen das Risiko. Im Schadensfall argumentieren Banken oft, dass Kunden durch die niedrige Versicherungssumme hätten erkennen müssen, dass nur Werte bis zu dieser Grenze eingelagert werden dürfen. Banken haften über die Versicherungssumme hinaus nur, wenn sie gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben. Kunden müssen nicht nur die Herkunft der Wertgegenstände (etwa durch Kaufbelege) belegen, sondern auch, dass diese zum Zeitpunkt des Einbruchs tatsächlich im Schließfach lagen. Hier helfen Fotos, Zeugen oder detaillierte Inventarlisten.
Haben Sie Fragen zur Absicherung ihrer Wertgegenstände? Wir beraten Sie gerne.
