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Kosten für Grundnahrungsmittel beeinflussen Gesundheit von Kindern
Wenn die Preise für Grundnahrungsmittel in einer Wirtschaftskrise plötzlich explodieren, leiden darunter vor allem einkommensschwache Familien.
Doch die Folgen sind nicht nur vorübergehend: Eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt, dass Kinder, die in solchen Phasen aufwachsen, nicht nur kleiner bleiben, sondern auch ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit und chronische Krankheiten im Erwachsenenalter tragen.
Besonders überraschend war für die Forscher, dass Unterernährung und Übergewicht gleichzeitig zunehmen können. Familien sparen in Krisen weniger bei Kalorien, sondern vor allem bei teuren, nährstoffreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse oder Fleisch. Es entsteht ein „versteckter Mangel“ an Mikronährstoffen, der das Längenwachstum bremst, während das Körpergewicht durch billige, kalorienreiche Nahrung wie Reis oder Nudeln aufrechterhalten wird.
Auch der Bildungsstand der Eltern spielte eine Rolle: Kinder von Müttern mit niedriger Bildung litten deutlich stärker unter den Folgen der Krise als Kinder besser gebildeter Mütter. Gerade in Städten und dort, wo Wissen über ausgewogene Ernährung fehlt, kann ein Preisschock die Ernährungsqualität so verschlechtern, dass die Folgen ein Leben lang spürbar bleiben.
