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03.01.2026

Schwarzarbeit im Haushalt: Nur jede zehnte Hilfe ist angemeldet

Mehr als 90 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland arbeiten unangemeldet – obwohl legale Beschäftigung oft sogar günstiger wäre. Viele Haushalte sehen darin keine Schwarzarbeit, sondern Nachbarschaftshilfe.

Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind nur etwa acht Prozent der Haushaltshilfen in Deutschland offiziell angemeldet. Über vier Millionen Haushalte nutzen unangemeldete Unterstützung beim Putzen, Einkaufen oder anderen Tätigkeiten. Die Minijobzentrale verzeichnete 2023 lediglich 275.000 angemeldete Hilfskräfte – bei einem geschätzten Schwarzarbeitsvolumen von 8,6 Milliarden Euro jährlich.

Viele Haushalte rechtfertigen die unangemeldete Beschäftigung als Nachbarschaftshilfe, obwohl regelmäßige, bezahlte Unterstützung nach deutschem Recht als illegale Beschäftigung gilt. Etwa ein Viertel der Befragten gibt an, dass die Haushaltshilfe selbst keine Anmeldung wünscht, 15 Prozent halten die legale Beschäftigung für zu teuer. Dabei können Haushalte durch Steuererleichterungen oft sogar sparen, wenn sie die Hilfe anmelden.